Tunnel
Weg ist sie, die weiße Pracht (na ja, fast), dafür sind es jetzt lauschige +5°. Allerdings nass und das ist nicht so gut für die alten Knochen!
In letzter Zeit häufen sich die Artikel in den Feuilletons (taz, Spiegel, Süddeutsche) die Finanzkrise als Chance zu sehen.
Wobei sich mir die Frage stellt - wie? Das Geschrei der unbehelligt bleiben Wollenden schrillt doch unüberhörbar durch die Wirtschaftsteile nach dem Motto "der Staat müsse jetzt helfen, sich aber beizeiten wieder zurück ziehen". Da frage ich mich schon, mit welchen Recht die unser Geld verplempern wollen und wohl auch dürfen und mit welchen Selbstverständnis die Loser durch die Gegend laufen. Würde ich in meinem Job Fehlleistungen in halbwegs vergleichbarem Ausmaß bringen, wäre ich für den Rest meines Berufslebens stigmatisiert und ein sicherer Kandidat für Harz IV.
Die Aktienkiste bei der Commerzbank war schon richtig! Wenn man die Fehlerfinanzierung durch Steuergelder nicht als selbstverständlich betrachtet, sondern durch die Brille des Investors, dann geht das eigentlich nur so. Jetzt noch die 2 Aufsichtsratsposten (oder waren es Vorstandsposten) übernehmen und schön auf die Steuergelder aufpassen. Denn die Bruchlandung, die die professionellen Finanzjongleure hingelegt haben, rechtfertig ein Einmischen, ja fordert es sogar. Und in sofern ist schon viel zu viel Geld - ohne nachhaltige Aufsicht darüber - geflossen.
Aber vielleicht ist die Finanzkrise der späte Sieg des "real existierenden Sozialismus"? Gorbatschows Verkauf der DDR an uns, die damit verbundene Öffnung der Ostgrenzen und die Aufsplittung der UDSSR in viele Einzelstaaten haben den "Raubtierkapitalismus" in dieser selbstzerstörerischen Form erst möglich gemacht, weil das Feindbild fehlte und alles möglich schien?
Möglicherweise sind wir zu sehr in unserem Realitätstunnel (frei nach R. A. Wilson) verhaftet, um die Zusammenhänge zu sehen und richtig beurteilen zu können.
In Duisburg stehen 2 große Zelte auf dem Bahnhofsvorplatz. Hat ein wenig die Anmutung von Flüchtlingslager. Daneben stehen oft 2 Ambulanzwagen, ohne Blaulicht, aber eindeutig ausrangierte - tja, vielleicht - Rotkreuzkrankenwagen oder die Notarztwagen eines Krankenhauses. Bürger helfen Bürger - Straßenambulanz. Vermehren sich die hilfsbereiten Aktiven wenn die Zeiten für immer mehr Menschen schlechter werden? Oder sind die nur präsenter? Hier gibt es einen Artikel dazu, inklusive eines Spendenkontos und hier die Homepage.
Früchte tragen können nur die Blüten, die verwelken!
Anonymus
In letzter Zeit häufen sich die Artikel in den Feuilletons (taz, Spiegel, Süddeutsche) die Finanzkrise als Chance zu sehen.
Wobei sich mir die Frage stellt - wie? Das Geschrei der unbehelligt bleiben Wollenden schrillt doch unüberhörbar durch die Wirtschaftsteile nach dem Motto "der Staat müsse jetzt helfen, sich aber beizeiten wieder zurück ziehen". Da frage ich mich schon, mit welchen Recht die unser Geld verplempern wollen und wohl auch dürfen und mit welchen Selbstverständnis die Loser durch die Gegend laufen. Würde ich in meinem Job Fehlleistungen in halbwegs vergleichbarem Ausmaß bringen, wäre ich für den Rest meines Berufslebens stigmatisiert und ein sicherer Kandidat für Harz IV.
Die Aktienkiste bei der Commerzbank war schon richtig! Wenn man die Fehlerfinanzierung durch Steuergelder nicht als selbstverständlich betrachtet, sondern durch die Brille des Investors, dann geht das eigentlich nur so. Jetzt noch die 2 Aufsichtsratsposten (oder waren es Vorstandsposten) übernehmen und schön auf die Steuergelder aufpassen. Denn die Bruchlandung, die die professionellen Finanzjongleure hingelegt haben, rechtfertig ein Einmischen, ja fordert es sogar. Und in sofern ist schon viel zu viel Geld - ohne nachhaltige Aufsicht darüber - geflossen.
Aber vielleicht ist die Finanzkrise der späte Sieg des "real existierenden Sozialismus"? Gorbatschows Verkauf der DDR an uns, die damit verbundene Öffnung der Ostgrenzen und die Aufsplittung der UDSSR in viele Einzelstaaten haben den "Raubtierkapitalismus" in dieser selbstzerstörerischen Form erst möglich gemacht, weil das Feindbild fehlte und alles möglich schien?
Möglicherweise sind wir zu sehr in unserem Realitätstunnel (frei nach R. A. Wilson) verhaftet, um die Zusammenhänge zu sehen und richtig beurteilen zu können.
In Duisburg stehen 2 große Zelte auf dem Bahnhofsvorplatz. Hat ein wenig die Anmutung von Flüchtlingslager. Daneben stehen oft 2 Ambulanzwagen, ohne Blaulicht, aber eindeutig ausrangierte - tja, vielleicht - Rotkreuzkrankenwagen oder die Notarztwagen eines Krankenhauses. Bürger helfen Bürger - Straßenambulanz. Vermehren sich die hilfsbereiten Aktiven wenn die Zeiten für immer mehr Menschen schlechter werden? Oder sind die nur präsenter? Hier gibt es einen Artikel dazu, inklusive eines Spendenkontos und hier die Homepage.
Früchte tragen können nur die Blüten, die verwelken!
Anonymus
hman - 14. Jan, 16:21